{"id":153,"date":"2019-12-02T00:00:53","date_gmt":"2019-12-01T23:00:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/?p=153"},"modified":"2025-11-16T16:17:25","modified_gmt":"2025-11-16T15:17:25","slug":"die-drei-maennlein-im-walde","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/die-drei-maennlein-im-walde\/","title":{"rendered":"Die drei M\u00e4nnlein im Walde"},"content":{"rendered":"<div   data-size='no scaling'  data-lightbox_size='large'  data-animation='slide'  data-conditional_play=''  data-ids='44'  data-video_counter='0'  data-autoplay='false'  data-bg_slider='false'  data-slide_height=''  data-handle='av_slideshow'  data-interval='5'  data-class=' avia-builder-el-0  el_before_av_one_full  avia-builder-el-first  '  data-el_id=''  data-css_id=''  data-scroll_down=''  data-control_layout='av-control-hidden'  data-custom_markup=''  data-perma_caption=''  data-autoplay_stopper=''  data-image_attachment=''  data-min_height='0px'  class='avia-slideshow avia-slideshow-1  av-control-hidden av-default-height-applied avia-slideshow-no scaling av_slideshow  avia-builder-el-0  el_before_av_one_full  avia-builder-el-first   avia-slide-slider '  itemprop=\"image\" itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/ImageObject\" ><ul class='avia-slideshow-inner ' style='padding-bottom: 41.35%;' ><li  class=' av-single-slide slide-1 ' ><div data-rel='slideshow-1' class='avia-slide-wrap '   ><img src='http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/02_pnet_Adventskalender2019_Web-Header_drei-maennlein.jpg' width='2000' height='827' title='' alt=''  itemprop=\"thumbnailUrl\"   \/><\/div><\/li><\/ul><\/div>\n<div class=\"flex_column av_one_full  no_margin flex_column_div av-zero-column-padding first  avia-builder-el-1  el_after_av_slideshow  el_before_av_one_half  \" style='border-radius:0px; '><section class=\"av_textblock_section \"  itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/BlogPosting\" itemprop=\"blogPost\" ><div class='avia_textblock  '   itemprop=\"text\" ><p class=\"maerchen\">Es war ein Mann, dem starb seine Frau, und eine Frau, der starb ihr Mann; und der Mann hatte eine Tochter, und die Frau hatte auch eine Tochter. Die M\u00e4dchen waren miteinander bekannt und gingen zusammen spazieren und kamen hernach zu der Frau ins Haus. Da sprach sie zu des Mannes Tochter: \u00bbH\u00f6r, sage deinem Vater, ich wollt ihn heiraten, dann sollst du jeden Morgen dich in Milch waschen und Wein trinken, meine Tochter aber soll sich in Wasser waschen und Wasser trinken.\u00ab Das M\u00e4dchen ging nach Haus und erz\u00e4hlte seinem Vater, was die Frau gesagt hatte.<\/p>\n<p>Der Mann sprach: \u00bbWas soll ich tun? Das Heiraten ist eine Freude und ist auch eine Qual.\u00ab Endlich, weil er keinen Entschlu\u00df fassen konnte, zog er seinen Stiefel aus und sagte: \u00bbNimm diesen Stiefel, der hat in der Sohle ein Loch, geh damit auf den Boden, h\u00e4ng ihn an den gro\u00dfen Nagel und gie\u00df dann Wasser hinein. H\u00e4lt er das Wasser, so will ich wieder eine Frau nehmen, l\u00e4uft\u2019s aber durch, so will ich nicht.\u00ab<\/p>\n<p>Das M\u00e4dchen tat, wie ihm gehei\u00dfen war; aber das Wasser zog das Loch zusammen, und der Stiefel ward voll bis obenhin. Es verk\u00fcndigte seinem Vater, wie\u2019s ausgefallen war. Da stieg er selbst hinauf, und als er sah, da\u00df es seine Richtigkeit hatte, ging er zu der Witwe und freite sie, und die Hochzeit ward gehalten.<\/p>\n<\/div><\/section><\/div><div class='flex_column_table av-equal-height-column-flextable -flextable' ><div class=\"flex_column av_one_half  no_margin flex_column_table_cell av-equal-height-column av-align-middle av-zero-column-padding first  avia-builder-el-3  el_after_av_one_full  el_before_av_one_half  column-top-margin\" style='border-radius:0px; '><section class=\"av_textblock_section \"  itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/BlogPosting\" itemprop=\"blogPost\" ><div class='avia_textblock  '   itemprop=\"text\" ><p>Am andern Morgen, als die beiden M\u00e4dchen sich aufmachten, da stand vor des Mannes Tochter Milch zum Waschen und Wein zum Trinken, vor der Frau Tochter aber stand Wasser zum Waschen und Wasser zum Trinken. Am zweiten Morgen stand Wasser zum Waschen und Wasser zum Trinken so gut vor des Mannes Tochter als vor der Frau Tochter. Und am dritten Morgen stand Wasser zum Waschen und Wasser zum Trinken vor des Mannes Tochter und Milch zum Waschen und Wein zum Trinken vor der Frau Tochter, und dabei blieb\u2019s. Die Frau ward ihrer Stieftochter spinnefeind und wu\u00dfte nicht, wie sie es ihr von einem Tag zum andern schlimmer machen sollte. Auch war sie neidisch, weil ihre Stieftochter sch\u00f6n und lieblich war, ihre rechte Tochter aber h\u00e4\u00dflich und widerlich.<\/p>\n<\/div><\/section><\/div><div class=\"flex_column av_one_half  no_margin flex_column_table_cell av-equal-height-column av-align-middle av-zero-column-padding   avia-builder-el-5  el_after_av_one_half  el_before_av_one_full  column-top-margin\" style='border-radius:0px; '><section class=\"av_textblock_section \"  itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/BlogPosting\" itemprop=\"blogPost\" ><div class='avia_textblock  '   itemprop=\"text\" ><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2019_DMW-1-624x480.jpg\" \/><\/p>\n<\/div><\/section><\/div><\/div><!--close column table wrapper. Autoclose: 1 --><div class=\"flex_column av_one_full  flex_column_div av-zero-column-padding first  avia-builder-el-7  el_after_av_one_half  el_before_av_one_half  column-top-margin\" style='border-radius:0px; '><section class=\"av_textblock_section \"  itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/BlogPosting\" itemprop=\"blogPost\" ><div class='avia_textblock  '   itemprop=\"text\" ><p>Einmal im Winter, als es steinhart gefroren hatte und Berg und Tal vollgeschneit lag, machte die Frau ein Kleid von Papier, rief das M\u00e4dchen und sprach: \u00bbDa, zieh das Kleid an, geh hinaus in den Wald und hol mir ein K\u00f6rbchen voll Erdbeeren; ich habe Verlangen danach.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbDu lieber Gott\u00ab, sagte das M\u00e4dchen, \u00bbim Winter wachsen ja keine Erdbeeren, die Erde ist gefroren, und der Schnee hat auch alles zugedeckt. Und warum soll ich in dem Papierkleide gehen? Es ist drau\u00dfen so kalt, da\u00df einem der Atem friert; da weht ja der Wind hindurch, und die Dornen rei\u00dfen mir\u2019s vom Leib.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbWillst du mir noch widersprechen?\u00ab sagte die Stiefmutter. \u00bbMach, da\u00df du fortkommst, und la\u00df dich nicht eher wieder sehen, als bis du das K\u00f6rbchen voll Erdbeeren hast.\u00ab Dann gab sie ihm noch ein St\u00fcckchen hartes Brot und sprach: \u00bbDavon kannst du den Tag \u00fcber essen\u00ab, und dachte: Drau\u00dfen wird\u2019s erfrieren und verhungern und mir nimmermehr wieder vor die Augen kommen.<\/p>\n<p>Nun war das M\u00e4dchen gehorsam, tat das Papierkleid an und ging mit dem K\u00f6rbchen hinaus. Da war nichts als Schnee die Weite und Breite, und war kein gr\u00fcnes H\u00e4lmchen zu merken. Als es in den Wald kam, sah es ein kleines H\u00e4uschen, daraus guckten drei kleine Haulem\u00e4nnerchen. Es w\u00fcnschte ihnen die Tageszeit und klopfte bescheidenlich an die T\u00fcr. Sie riefen \u00bbHerein\u00ab, und es trat in die Stube und setzte sich auf die Bank am Ofen, da wollte es sich w\u00e4rmen und sein Fr\u00fchst\u00fcck essen. Die Haulem\u00e4nnerchen sprachen: \u00bbGib uns auch etwas davon.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbGerne\u00ab, sprach es, teilte sein St\u00fcckchen Brot entzwei und gab ihnen die H\u00e4lfte. Sie fragten: \u00bbWas willst du zur Winterzeit in deinem d\u00fcnnen Kleidchen hier im Wald?\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbAch\u00ab, antwortete es, \u00bbich soll ein K\u00f6rbchen voll Erdbeeren suchen und darf nicht eher nach Hause kommen, als bis ich es mitbringe.\u00ab Als es sein Brot gegessen hatte, gaben sie ihm einen Besen und sprachen: \u00bbKehre damit an der Hintert\u00fcre den Schnee weg.\u00ab Wie es aber drau\u00dfen war, sprachen die drei M\u00e4nnerchen untereinander: \u00bbWas sollen wir ihm schenken, weil es so artig und gut ist und sein Brot mit uns geteilt hat.\u00ab Da sagte der erste: \u00bbIch schenk ihm, da\u00df es jeden Tag sch\u00f6ner wird.\u00ab Der zweite sprach: \u00bbIch schenk ihm, da\u00df Goldst\u00fccke ihm aus dem Mund fallen, sooft es ein Wort spricht.\u00ab Der dritte sprach: \u00bbIch schenk ihm, da\u00df ein K\u00f6nig kommt und es zu seiner Gemahlin nimmt.\u00ab<\/p>\n<p>Das M\u00e4dchen aber tat, wie die Haulem\u00e4nnerchen gesagt hatten, kehrte mit dem Besen den Schnee hinter dem kleinen Hause weg, und was glaubt ihr wohl, das es gefunden hat? Lauter reife Erdbeeren, die ganz dunkelrot aus dem Schnee hervorkamen. Da raffte es in seiner Freude sein K\u00f6rbchen voll, dankte den kleinen M\u00e4nnern, gab jedem die Hand und lief nach Haus und wollte der Stiefmutter das Verlangte bringen. Wie es eintrat und \u00bbGuten Abend\u00ab sagte, fiel ihm gleich ein Goldst\u00fcck aus dem Mund. Darauf erz\u00e4hlte es, was ihm im Walde begegnet war, aber bei jedem Worte, das es sprach, fielen ihm die Goldst\u00fccke aus dem Mund, so da\u00df bald die ganze Stube damit bedeckt ward.<\/p>\n<p>\u00bbNun sehe einer den \u00dcbermut\u00ab, rief die Stiefschwester, \u00bbdas Geld so hinzuwerfen\u00ab, aber heimlich war sie neidisch dar\u00fcber und wollte auch hinaus in den Wald und Erdbeeren suchen. Die Mutter: \u00bbNein, mein liebes T\u00f6chterchen, es ist zu kalt, du k\u00f6nntest mir erfrieren.\u00ab Weil sie ihr aber keine Ruhe lie\u00df, gab sie endlich nach, n\u00e4hte ihm einen pr\u00e4chtigen Pelzrock, den es anziehen mu\u00dfte, und gab ihm Butterbrot und Kuchen mit auf den Weg.<\/p>\n<p>Das M\u00e4dchen ging in den Wald und gerade auf das kleine H\u00e4uschen zu. Die drei kleinen Haulem\u00e4nner guckten wieder, aber es gr\u00fc\u00dfte sie nicht, und ohne sich nach ihnen umzusehen und ohne sie zu gr\u00fc\u00dfen, stolperte es in die Stube hinein, setzte sich an den Ofen und fing an, sein Butterbrot und seinen Kuchen zu essen.<\/p>\n<p>\u00bbGib uns etwas davon\u00ab riefen die Kleinen, aber es antwortete: \u00bbEs schickt mir selber nicht, wie kann ich andern noch davon abgeben?\u00ab Als es nun fertig war mit dem Essen, sprachen sie: \u00bbDa hast du einen Besen, kehr uns drau\u00dfen vor der Hintert\u00fcr rein.\u00ab<\/p>\n<\/div><\/section><\/div><div class=\"flex_column av_one_half  flex_column_div av-zero-column-padding first  avia-builder-el-9  el_after_av_one_full  el_before_av_one_half  column-top-margin\" style='border-radius:0px; '><section class=\"av_textblock_section \"  itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/BlogPosting\" itemprop=\"blogPost\" ><div class='avia_textblock  '   itemprop=\"text\" ><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-340 alignleft\" src=\"http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2019_DMW-2-599x480.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"361\" srcset=\"http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2019_DMW-2-599x480.jpg 599w, http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2019_DMW-2-748x600.jpg 748w, http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2019_DMW-2-768x616.jpg 768w, http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2019_DMW-2-705x565.jpg 705w, http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2019_DMW-2.jpg 1382w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/p>\n<\/div><\/section><\/div><div class=\"flex_column av_one_half  flex_column_div av-zero-column-padding   avia-builder-el-11  el_after_av_one_half  el_before_av_one_full  column-top-margin\" style='border-radius:0px; '><section class=\"av_textblock_section \"  itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/BlogPosting\" itemprop=\"blogPost\" ><div class='avia_textblock  '   itemprop=\"text\" ><p>\u00bbEi, kehrt euch selber\u00ab, antwortete es, \u00bbich bin eure Magd nicht.\u00ab Wie es sah, da\u00df sie ihm nichts schenken wollten, ging es zur T\u00fcre hinaus. Da sprachen die kleinen M\u00e4nner untereinander: \u00bbWas sollen wir ihm schenken, weil es so unartig ist und ein b\u00f6ses, neidisches Herz hat, das niemand etwas g\u00f6nnt?\u00ab Der erste sprach: \u00bbIch schenk ihm, da\u00df es jeden Tag h\u00e4\u00dflicher wird.\u00ab Der zweite sprach: \u00bbIch schenk ihm, da\u00df ihm bei jedem Wort, das es spricht, eine Kr\u00f6te aus dem Munde springt.\u00ab Der dritte sprach: \u00bbIch schenk ihm, da\u00df es eines ungl\u00fccklichen Todes stirbt.\u00ab<\/p>\n<\/div><\/section><\/div><div class=\"flex_column av_one_full  flex_column_div av-zero-column-padding first  avia-builder-el-13  el_after_av_one_half  el_before_av_one_half  column-top-margin\" style='border-radius:0px; '><section class=\"av_textblock_section \"  itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/BlogPosting\" itemprop=\"blogPost\" ><div class='avia_textblock  '   itemprop=\"text\" ><p>Das M\u00e4dchen suchte drau\u00dfen nach Erdbeeren, als es aber keine fand, ging es verdrie\u00dflich nach Haus. Und wie es den Mund auftat und seiner Mutter erz\u00e4hlen wollte, was ihm im Walde begegnet war, da sprang ihm bei jedem Wort eine Kr\u00f6te aus dem Mund, so da\u00df alle einen Abscheu vor ihm bekamen.<\/p>\n<p>Nun \u00e4rgerte sich die Stiefmutter noch viel mehr und dachte nur darauf, wie sie der Tochter des Mannes alles Herzeleid antun wollte, deren Sch\u00f6nheit doch alle Tage gr\u00f6\u00dfer ward. Endlich nahm sie einen Kessel, setzte ihn zum Feuer und sott Garn darin. Als es gesotten war, hing sie es dem armen M\u00e4dchen auf die Schulter und gab ihm eine Axt dazu, damit sollte es auf den gefrornen Flu\u00df gehen, ein Eisloch hauen und das Garn schlittern. Es war gehorsam, ging hin und hackte ein Loch in das Eis, und als es mitten im Hacken war, kam ein pr\u00e4chtiger Wagen hergefahren, worin der K\u00f6nig sa\u00df. Der Wagen hielt still, und der K\u00f6nig fragte: \u00bbMein Kind, wer bist du, und was machst du da?\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbIch bin ein armes M\u00e4dchen und schlittere Garn.\u00ab Da f\u00fchlte der K\u00f6nig Mitleiden, und als er sah, wie es so gar sch\u00f6n war, sprach er: \u00bbWillst du mit mir fahren?\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbAch ja, von Herzen gern\u00ab, antwortete es, denn es war froh, da\u00df es der Mutter und Schwester aus den Augen kommen sollte.<\/p>\n<p>Also stieg es in den Wagen und fuhr mit dem K\u00f6nig fort, und als sie auf sein Schlo\u00df gekommen waren, ward die Hochzeit mit gro\u00dfer Pracht gefeiert, wie es die kleinen M\u00e4nnlein dem M\u00e4dchen geschenkt hatten. \u00dcber ein Jahr gebar die junge K\u00f6nigin einen Sohn, und als die Stiefmutter von dem gro\u00dfen Gl\u00fccke geh\u00f6rt hatte, so kam sie mit ihrer Tochter in das Schlo\u00df und tat, als wollte sie einen Besuch machen. Als aber der K\u00f6nig einmal hinausgegangen und sonst niemand zugegen war, packte das b\u00f6se Weib die K\u00f6nigin am Kopf, und ihre Tochter packte sie an den F\u00fc\u00dfen, hoben sie aus dem Bett und warfen sie zum Fenster hinaus in den vorbeiflie\u00dfenden Strom. Darauf legte sich ihre h\u00e4\u00dfliche Tochter ins Bett, und die Alte deckte sie zu bis \u00fcber den Kopf.<\/p>\n<p>Als der K\u00f6nig wieder zur\u00fcckkam und mit seiner Frau sprechen wollte, rief die Alte: \u00bbStill, still, jetzt geht das nicht, sie liegt in starkem Schwei\u00df, Ihr m\u00fc\u00dft sie heute ruhen lassen.\u00ab Der K\u00f6nig dachte nichts B\u00f6ses dabei und kam erst den andern Morgen wieder, und wie er mit seiner Frau sprach und sie ihm Antwort gab, sprang bei jedem Wort eine Kr\u00f6te hervor, w\u00e4hrend sonst ein Goldst\u00fcck herausgefallen war. Da fragte er, was das w\u00e4re, aber die Alte sprach, das h\u00e4tte sie von dem starken Schwei\u00df gekriegt und w\u00fcrde sich schon wieder verlieren.<\/p>\n<\/div><\/section><\/div><div class=\"flex_column av_one_half  flex_column_div av-zero-column-padding first  avia-builder-el-15  el_after_av_one_full  el_before_av_one_half  column-top-margin\" style='border-radius:0px; '><section class=\"av_textblock_section \"  itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/BlogPosting\" itemprop=\"blogPost\" ><div class='avia_textblock  '   itemprop=\"text\" ><p>In der Nacht aber sah der K\u00fcchenjunge, wie eine Ente durch die Gosse geschwommen kam, die sprach:<\/p>\n<p>\u00bbK\u00f6nig, was machst du?<br \/>\nSchl\u00e4fst du oder wachst du?\u00ab<\/p>\n<p>Und als er keine Antwort gab, sprach sie:<br \/>\n\u00bbWas machen meine G\u00e4ste?\u00ab<\/p>\n<p>Da antwortete der K\u00fcchenjunge:<br \/>\n\u00bbSie schlafen feste.\u00ab<\/p>\n<p>Fragte sie weiter:<br \/>\n\u00bbWas macht mein Kindelein?\u00ab<\/p>\n<p>Antwortete er:<br \/>\n\u00bbEs schl\u00e4ft in der Wiege fein.\u00ab<\/p>\n<p>Da ging sie in der K\u00f6nigin Gestalt hinauf, gab ihm zu trinken, sch\u00fcttelte ihm sein Bettchen, deckte es zu und schwamm als Ente wieder durch die Gosse fort. So kam sie zwei N\u00e4chte, in der dritten sprach sie zu dem K\u00fcchenjungen: \u00bbGeh und sage dem K\u00f6nig, da\u00df er sein Schwert nimmt und auf der Schwelle dreimal \u00fcber mir schwingt.\u00ab Da lief der K\u00fcchenjunge und sagte es dem K\u00f6nig, der kam mit seinem Schwert und schwang es dreimal \u00fcber dem Geist; und beim drittenmal stand seine Gemahlin vor ihm, frisch, lebendig und gesund, wie sie vorher gewesen war.<\/p>\n<\/div><\/section><\/div><div class=\"flex_column av_one_half  flex_column_div av-zero-column-padding   avia-builder-el-17  el_after_av_one_half  el_before_av_one_full  column-top-margin\" style='border-radius:0px; '><section class=\"av_textblock_section \"  itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/BlogPosting\" itemprop=\"blogPost\" ><div class='avia_textblock  '   itemprop=\"text\" ><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-341 size-large\" src=\"http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2019_DMW-3-422x600.jpg\" alt=\"\" width=\"422\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2019_DMW-3-422x600.jpg 422w, http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2019_DMW-3-338x480.jpg 338w, http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2019_DMW-3-768x1091.jpg 768w, http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2019_DMW-3-1081x1536.jpg 1081w, http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2019_DMW-3-1056x1500.jpg 1056w, http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2019_DMW-3-496x705.jpg 496w, http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2019_DMW-3.jpg 1287w\" sizes=\"auto, (max-width: 422px) 100vw, 422px\" \/><\/p>\n<\/div><\/section><\/div><div class=\"flex_column av_one_full  flex_column_div av-zero-column-padding first  avia-builder-el-19  el_after_av_one_half  avia-builder-el-last  column-top-margin\" style='border-radius:0px; '><section class=\"av_textblock_section \"  itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/BlogPosting\" itemprop=\"blogPost\" ><div class='avia_textblock  '   itemprop=\"text\" ><p>Nun war der K\u00f6nig in gro\u00dfer Freude, er hielt aber die K\u00f6nigin in einer Kammer verborgen bis auf den Sonntag, wo das Kind getauft werden sollte. Und als es getauft war, sprach er: \u00bbWas geh\u00f6rt einem Menschen, der den andern aus dem Bett tr\u00e4gt und ins Wasser wirft?\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbNichts Besseres\u00ab, antwortete die Alte, \u00bbals da\u00df man den B\u00f6sewicht in ein Fa\u00df steckt und den Berg hinab ins Wasser rollt.\u00ab Da sagte der K\u00f6nig: \u00bbDu hast dein Urteil gesprochen\u00ab, lie\u00df ein Fa\u00df holen und die Alte mit ihrer Tochter hineinstecken, dann ward der Boden zugeh\u00e4mmert und das Fa\u00df bergab gekullert, bis es in den Flu\u00df rollte.<\/p>\n<\/div><\/section><\/div><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-153","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/153","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=153"}],"version-history":[{"count":10,"href":"http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/153\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":602,"href":"http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/153\/revisions\/602"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=153"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=153"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.pleasantnet.de\/maerchenzeit\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=153"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}